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Kritikschnipsel
Aus den Kritiken der letzten 10 Jahre
[…] Enthusiastisch zeigt sich das gesamte Ensemble der Theatergruppe und ist bei mancher Darstellung der Akteure so überzeugend, dass gelegentlich das Lachen im Halse stecken zu bleiben droht.
(KN zur Premiere von Gretchen 89ff.)
[…] Die Kapitalismuskritik, die Autor Richard Dresser auch in sein Stück gelegt hat, wird nicht agitatorisch ausgeschlachtet, sondern scheint unaufdringlich durch ein Beziehungsspiel, das seine Wirkung nicht verfehlt. Kompliment an alle Beteiligten.
(KN zur Premiere von Unter der Gürtellinie)
[…] Das könnte ganz schön platt sein. Ist es aber nicht in der kurzweiligen Inszenierung von Esther Kaun, die mit den Emotionen der Zuschauer Achterbahn fährt.
(KN zur Premiere von Creeps)
[…] Die bitterböse Geschichte über gelangweilte Egozentriker in einer Pseudo-Märchenwelt setzte das Kieler Amateurtheater hEXagon auf der Bühne der Hansastraße 48 recht unterhaltsam in Szene.[…]
(KN zur Premiere von Prinzessin Nicoletta)
[…] im Quintett sind die Frauentypen unschlagbar komisch, perfekt im Timing und setzen die vielen überraschenden Regie-Einfälle mit sprudelnder Spielfreude um.
(KN zur Premiere von Babewatch)
[…] Das Licht beleuchtet eine Szenerie, die nach Erlösung dürstet. Aber sie kann, gewissermaßen impotent, »nicht kommen«. Darin kommt ein Theater zu sich, das man selten so unbedingt sieht.
(KN zur Premiere von Beyond Mozambique)
Voll von solchen Zitaten ist diese Inszenierung, die Spaß macht, weil sie den Ernst der Lage im Slapstick karikiert.
(KN zur Premiere von König Ubu)
Gretchen 89ff
von Lutz Hübner
Was machen die Schauspieler eigentlich tagsüber? Wie inszeniert denn so ein Regisseur? Woher wissen die Schauspieler, was sie spielen sollen? Und wie kommt es, dass Stücke oft so anders aufgeführt werden, als man sie »kennt?«
Auf solche Fragen weiß Lutz Hübners Stück »Gretchen 89ff.« eine Menge Antworten. Warum? Ganz einfach, er kennt das Theater! Mit Premiere, Glanz, Applaus und Glamour hat es alles noch nichts zu tun. Es ist viel spannender: Es geht um das, was Intendanten und ihre Theaterleute dem Publikum normalerweise ersparen: Die Proben. Es geht um den spannenden, abgedrehten, amüsanten und oft absurden Kampf zwischen Schauspieler(in) und Regie, um die Tücken der Kommunikation… und dabei den Drang, etwas ganz Großes zu schaffen. Um den täglichen, ganz normalen Wahnsinn eben.
Gespielt wird eine einzige Szene. Die berühmte Kästchenszene aus Goethes »Faust« nämlich, in der das Gretchen ein Schmuckkästchen vom Faust in ihrer Kammer findet. Der junge Mann (Faust) hatte die vierzehnjährige Margarethe (unser Gretchen) kurz vorher auf der Straße getroffen und findet die zarte Maid ganz zauberhaft. Um dem Verlieben subtil auf die Sprünge zu helfen, hat er dann ein wenig Bling in ihr Zimmer geschmuggelt. So fängt man Frauen, das weiß Mephisto und hat seinem »Kumpel« Faust beim Verstecken des Kästchens geholfen. Unser Gretchen findet dann auch alsbald den Schmuck im »dumpfigen« und schwülen Zimmer und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Das Stück zeigt die Proben zu dieser Szene in immer neuen Variationen, mit immer neuen Regisseuren und Schauspielerinnen. Die Regisseure zufrieden zu stellen, gelingt den armen Schauspielern erwartungsgemäß selten; sie blicken in verworrene Regieabgründe und müssen erstaunliche Visionen umsetzen, um letztlich im Blindflug irgendwie Bedeutsames zu schaffen.
Mit Lutz Hübners »Gretchen 89ff«, einer kabarettistisch beatmeten Liebeserklärung ans Theater, gewährt theater hEXagon einen humorvollen Blick hinter die Kulissen des Theateralltags – und damit auch hinter ureigene Kulissen!
Mitwirkende
Auf der Bühne
Dominica Jacobi, Maren Baumert, Candance Music, Kerstin Renth, Christine Siedler, Pauline Trapp, Tanya Vollstedt, Carsten Fimm, Martin Friederichs, Dennis Hoppe, Jörg Lippmann, Colin Moore, Stefan Schwarze, Ingo Thomsen
Und dahinter
Regie: Alexandra Göpfert
Assistenz: Kate Simmons
Technik: N.N.
Presse
Fotos
Hier finden Sie einige Presse/Probenfotos. Abdruck honorarfrei
Karten
Karten können auf dieser Seite kostenlos reserviert werden.
